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Immobilien in Frankreich

Leben in Frankreich - wer würde das nicht gern? Das Land liegt zentral, ist bequem zu erreichen, verfügt über eine hervorragende Infrastruktur und eine stabile Wirtschaft,  bietet abwechlungsreiche Natur zwischen Atlantik, Alpen und Mittelmeer und sehr viel Kultur.  Frankreich steht nach wie vor im Ruf, ein Paradies für Künstler, Literaten, Aussteiger, Naturfreunde und alle, die einfach ein bisschen anders sind, zu sein. Wer hätte da nicht gerne eine Immobilie – und sei es nur ein kleines Appartement, das die meiste Zeit vermietet wird und zur Nutzung im Alter bereit steht.

Wie in Deutschland sind auch in Frankreich beim Erwerb einer Immobilien zunächst diverse bürokratische Hürden zu nehmen, Gesetze zu bedenken, Steuern zu begleichen und Versicherungen abzuschließen. Generell gilt, dass bei Immobilienerwerb nur das Recht des Landes angewandt wird, in dem sich die Immobilie befindet - in diesem Fall gilt also ausschliesslich französisches Recht. In Frankreich wird vor dem Kaufvertrag für eine Immobilie üblicherweise ein sogenannter Vorvertrag abgeschlossen, für den man einen Notar benötigt und der durchaus rechtsverbindlich ist. Eine Aufenthaltsgenehmigung ist für deutsche Staatsbürger indes kein Problem, dank der EU darf man sich innerhalb der EU niederlassen, wo man eben will.

Sehr hilfreich beim Erwerb von Immobilien in Frankreich ist ein ortskundiger Makler. Er benötigt einen schriftlichen Auftrag, um tätig zu werden und ist gegen Ausfälle versichert. Anders als in Deutschland darf diese Rolle gegebenenfalls auch von einem Notar übernommen werden. Ein Notar wird spätestens dann gebraucht, wenn der Kaufvertrag beurkundet werden soll. Daher bietet es bietet sich an, ihn schon im Vorfeld hinzuzuziehen. Und natürlich kennt der Notar alle weiteren Implikationen des Immobilienkaufs in Frankreich – er kennt Fristen, kann sagen, was in welchem Vertrag stehen muss oder darf, kennt die Gepflogenheiten hinsichtlich Anzahlungen. Und er kennt auch die anfallenden Steuern und Pflichten. Dazu gehören Grunderwerbssteuer und Mehrwertsteuer, aber auch Wertzuwachssteuer und Wohnsteuer. Eine ausführliche Beratung schützt vor unangenehmen Überraschungen.

Gegenwärtig durchläuft der französische Immobilienmarkt eine Stagnationsphase. Nach 2000 boomte das Geschäft über 10 Jahre, die Preise stiegen im Landesdurchschnitt um 139%, in Paris sogar um 175%. Seit 2011 gehen die Zahlen von Grundsteinlegungen für Neubauten und Verkäufe jedoch zurück. Bis 2012 kostete ein Quadratmeter in Paris im Schnitt 8410 Euro. Seither stagnieren die Preise bzw. fallen sogar regional und objektbedingt unterschiedlich stark - zentrale Lagen in Paris um 1%, in Kleinstädten um 5% und auf dem Land um 10%. Am stärksten betroffen sind Pariser Luxus-Immobilien - hier fielen die Preise um 8-15%.

Zwar denkt in Frankreich niemand an eine Krise wie in Spanien oder Florida, wo die Preise um bis zu 40% nachgaben - zum einen führte der französische Boom nie zu einem Überangebot an Wohnraum, zum anderen wird der Markt seit 2008 effizient reguliert: Eigenkapitalanforderungen sind hoch, und Projekte mit unklarer Finanzierungslage werden noch der Projektphase auf Eis gelegt oder ganz eingestellt. Dennoch haben sich die meisten französische Anleger entschieden, vorerst abzuwarten - vielen sind die Objekte derzeit schlicht zu teuer. Profis geben sich unterdes optimistisch. So eröffnete der deutsche Fondsmanager Fairvesta just im Stagnationsjahr 2012 eine Vertretung in bester Lage an den Champs-Elysées - zum einen die suchen Franzosen in unsicheren Zeiten vermehrt nach Anlagemöglichkeiten im benachbarten Deutschland, zum anderen lassen sich in Phasen sinkender Preise natürlich auch ausgezeichnete Schnäppchen machen.

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